Hypnose

Ein sehr mächtiges Werkzeug, das hilft, etwas nachhaltig im Leben zu verändern.

 

Eine gekürzte Fassung erschien am 22.05.2016 im Preußenspiegel

und am 12.06.2016 im Brandenburger Wochenblatt BRAWO.

Kaum eine Methode wird so idealisiert und ist gleichzeitig so angstbesetzt wie die Hypnose. Falsche Vorstellungen werden nicht zuletzt durch Bühnenhypnose geweckt, die stark mit Illusionen arbeitet. Schließlich will das Publikum gut unterhalten werden. Bei der psychotherapeutischen Hypnose ist das Ziel ein anderes, nämlich heilend einzuwirken. Wie das möglich ist, wann es sich bewährt hat und wie sich die Hypnose bei Menschen während einer Hypnosesitzung auswirkt, erfahren Sie in diesem Blogeintrag.

 

Mit Hypnose ... erlangen Sie einen leichten Zugang zu Ihrem Innersten, Ihrem Unterbewusstsein, zu dem Teil, der Ihr Leben steuert.

Wir Menschen besitzen ein Bewusstsein und ein Unterbewusstsein. Letzteres wird auch das Innerste genannt und ist uns in der Regel nicht zugängig, nicht bewusst, eben unbewusst. Das Unterbewusstsein ist der Teil, der unser Leben maßgeblich bestimmt. Unser Bewusstsein, also unser bewusstes Denken ist nicht der Herr im Haus. Auch wenn uns das meist nicht so vorkommt. Wir meinen, in unserem bewussten Denken die wichtigen Entscheidungen für's Leben zu treffen. Doch das ist ein Trugschluss. Denken Sie an die vielen guten Vorsätze, die Sie sich fest vorgenommen haben. Wie viele davon haben Sie langfristig - also über Monate und Jahre - umgesetzt? Bei den Vorsätzen, wo es Ihnen nicht gelungen ist, gibt es einen Teil in Ihnen, der mächtiger ist.

Man kann sich das so vorstellen: das Unterbewusstsein ist die Regierung und das Bewusstsein ist der Regierungssprecher. Die Regierung trifft die Entscheidungen und überlässt es dem Regierungssprecher, die Entscheidungen nach außen zu kommunizieren. Dabei ist der Regierungssprecher nicht völlig willenlos, sondern er ist die letzte Kontrollinstanz. Aber langfristig kann er sich gegen die Beschlüsse der Regierung nicht widersetzen.

Wenn Sie sich also verändern möchten, dann wäre es günstig, das direkt mit der Regierung, also dem Unterbewusstsein, und nicht mit dem Regierungssprecher, dem Bewusstsein, zu verhandeln. Und da kommt die Hypnose ins Spiel. Denn sie kann den Kontakt zum Unterbewusstsein herstellen.

 

Mit Hypnose … ist es möglich, Ihrem Unterbewusstsein neue Handlungsmöglichkeiten vorzuschlagen.

Mit Hilfe der Hypnose haben wir einen Zugang zum Unterbewusstsein gefunden. Das heißt allerdings nicht, dass man jetzt alles nach Belieben verändern könnte. - Und das ist auch gut so! Denn in unserem Unterbewusstsein ist viel mehr Erfahrung und Weisheit gespeichert als in unserem Bewusstsein. - Die Regierung gibt also das Zepter nicht aus der Hand, ist aber für Vorschläge sehr offen. Das oberste Regierungsziel ist es nämlich, nur das Beste für den Menschen zu erreichen. Auch wenn es uns manchmal schwerfällt zu erkennen, wie unsinnige Denkmuster, ungeliebte Gefühle und undienliche Verhaltensweisen unserer Bestes sein sollen. In diesem Fall steht dem Unterbewusstsein aufgrund seiner Erfahrungen aus der Vergangenheit keine bessere Alternative zur Verfügung. Es ist das Beste, was es momentan zu bieten hat. Für eine Veränderung benötigt das Unterbewusstsein demnach neue, bessere Erfahrungen.

Hier können wir uns eine Eigenschaft unseres Gehirns zunutze machen. Unser Gehirn ist in der Lage, keinen Unterschied zwischen tatsächlich Geschehenem und einer Vorstellung zu machen, wenn die Vorstellung real genug erscheint. Ein einfaches Beispiel: Sie sitzen im Kino und sind tief bewegt von dem, was Sie dort sehen. Sie weinen oder lachen lauthals. Dabei ist nichts von dem real, was Sie dort sehen. Sie schauen auf eine Leinwand und sehen dort Schauspieler, die eine ausgedachte Geschichte unterstützt von vielen Filmtricks darstellen. Das alles wissen Sie und trotzdem ist für Sie alles so lebendig, als ob es tatsächlich geschehen würde, so dass Sie emotional darauf reagieren.

In Hypnose ist es für viele Menschen einfach, Bilder, Handlungen und Gefühle sehr lebendig entstehen zu lassen. Wenn nun diese Bilder, Handlungen und Gefühle eine positive Alternative zu den bislang unerwünschten Gefühlen, Gedanken und Verhaltensmustern darstellen und fest genug verankert werden, kann das Unterbewusstsein sich zukünftig dafür entscheiden.

 

Mit Hypnose … können Sie den Teil des Bewusstseins umgehen, der manchmal übereifrig das Gewohnte aufrecht erhält.

Alles Neue bedeutet erst einmal eine mögliche Gefahr. Nur bei vertrauten Gewohnheiten ist bekannt, was zu erwarten sein wird. Neuerungen verunsichern dagegen erst einmal. Um Gefahr abzuwenden, gibt es einen Teil in unserem Bewusstsein, der dafür zuständig ist, als Kritiker Neuerungen möglichst abzuwenden und Gewohnheiten aufrecht zu erhalten. Er ist der Meinung: "Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Da weiß ich, was ich hab'! Auch wenn das Ergebnis unangenehm ist, denn es könnte ja noch schlimmer kommen! Immerhin lebe ich noch und es ist trotz allem etwas aus mir geworden." Diese Einstellung gibt zwar Sicherheit, ist jedoch bei Veränderungsarbeit ziemlich hinderlich.

Auch hier machen wir uns eine Eigenschaft des Gehirns zunutze. Das Gehirn kann nur einen Gedanken gleichzeitig denken. Das heißt, entweder denkt das Gehirn positiv und steht Veränderungen offen gegenüber oder das Gehirn denkt kritisch und verschließt sich gegenüber Veränderungen. Es muss uns also gelingen, konstant bei einem positiven "Gedankengang" zu bleiben, ohne in ein kritisches, ablehnendes Denken zu wechseln. Dann können positive Vorstellungen ihre volle Kraft entfalten.

Da Hypnose als ein Zustand 'konzentrierter Aufmerksamkeit' beschrieben werden kann, stellt die Hypnose ein Werkzeug dar, mit dem man sich leichter auf positive Vorstellungen konzentrieren kann und nicht in Gedanken abschweift. Dadurch nimmt man dem kritischen Teil des Bewusstseins die Möglichkeit, hinderlich einzugreifen.

 

Hypnose stellt somit ein sehr mächtiges Werkzeug dar. Wie bei jedem Werkzeug liegt es in der Kreativität und dem handwerklichen Geschick des Anwenders, wofür das Werkzeug gewinnbringend eingesetzt werden kann. Erfahrungen aus der psychotherapeutischen Anwendung haben gezeigt, in welchen Bereichen Hypnose besonders erfolgreich wirkt. Die Möglichkeiten sind damit aber nicht erschöpft.

 

Hypnose hat sich bewährt bei ...

  • Raucherentwöhnung
  • Gewichtsreduktion
  • Schlafstörungen
  • chronischen Schmerzen
  • psychosomati­schen Störungen
  • Panik
  • Phobien
  • Depression
  • Zwängen
  • ... und vielem mehr

 

Was geschieht während der Hypnose?

Selbst unterschwellige Ängste vor Hypnose würden die Wirksamkeit einer Hypnose beeinträchtigen. Die Ängste entstehen letztendlich aus der Angst vor Kontrollverlust. Wie Sie im Folgenden sehen werden, kann es jedoch zu diesem Kontrollverlust nicht kommen.

 

 Sie sind körperlich und geistig tief entspannt.

Entspannung ist für Hypnose nicht notwendig, aber meist hilfreich. Denken Sie daran, wie bei der Bühnenhypnose Zuschauer als Elvis Presley oder Geigenvirtuose über die Bühne flitzen. Diese Leute sind nicht gerade entspannt und dennoch hypnotisiert. Bei der psychotherapeutischen Arbeit hilft eine körperliche und geistige Entspannung den Anweisungen des Hypnotiseurs zu folgen. Das heißt aber nicht, dass wer sich schlecht entspannen kann, für Hypnose ungeeignet ist.

 

  Sie schlafen nicht, sondern sind bei sehr wachem Bewusst­sein, in einer stark nach innen gerichteten Konzentration.

Entgegen weit verbreiteter Meinung hat Hypnose nichts mit Schlaf oder Inaktivität zu tun. Für die psychotherapeutische Arbeit ist es wichtig, dass eine ständige Kommunikation zwischen Ihnen und dem Hypnotiseur stattfindet. Außerdem hat die Hypnosetiefe keinen Einfluss auf den therapeutischen Effekt. Aus diesen Gründen wird nur eine leichte Trance erzeugt. Nach der Hypnose können Sie sich deshalb genauso wie nach einem normalen Gespräch erinnern.

 

  Sie hören alles, was im Umfeld geschieht, und können sich jederzeit selbst aus der Hypnose lösen.

Eine nach innen gerichtete Konzentration, bedeutet nicht, dass Sie im Außen nichts mehr wahrnehmen. Sie hören nicht nur die Stimme des Hypnotiseurs, sondern alles, was im Raum geschieht. Der einzige Unterschied ist, Sie lassen sich dadurch nicht in Ihrer Konzentration stören. Sollten Sie allerdings es für notwendig erachten, können Sie jederzeit die Hypnose beenden und aufstehen. Nichts und niemand könnte das verhindern.

 

  Es ist immer Ihre Entscheidung, ob Sie sich den Anweisun­gen des Hypnotiseurs öffnen.

Hypnose ist genau genommen eine Anleitung zur Selbsthypnose. Denn Sie erzeugen die Bilder, die Handlungen und die Gefühle in Ihnen. Und wenn Sie das nicht möchten, kann der Hypnotiseur nichts daran ändern. Der Hypnotiseur benötigt unbedingt Ihre Bereitschaft, seinen Worten zu folgen, Ihre Offenheit, Bilder und Gefühle entstehen zu lassen, und Ihr Vertrauen, dass die Anweisungen ihre Wirkung entfalten werden.

 

  Sie besitzen die volle Kontrolle über das, was sie sagen und tun.

Alle Experimente Hypnose als 'Wahrheitsdroge' zu verwenden blieben ohne Erfolg. Niemand kann Sie dazu zwingen, Dinge preiszugeben oder zu tun, die Sie nicht preisgeben oder tun wollen. Das gibt es nur in Spielfilmen. Denn auch in Hypnose funktionieren Ihre psychischen Schutzmechanismen.

 

►  Es geschieht nur das, was Ihrem eigenen Wunsch und Willen entspricht.

Es stimmt auch nicht, dass nur willensschwache und leicht beeinflussbare Menschen 'hypnotisierbar' sind. Denn, wenn jede Hypnose nur eine Anleitung zur Selbsthypnose ist, ist niemand 'hypnotisierbar' sondern nur 'selbst-hypnotisierbar'. Hypnose ist kein Wettkampf zwischen Ihnen und dem Hypnotiseur, bei dem der gewinnt, der die Willenskraft des anderen überwindet. Bei der Hypnose ist der Hypnotiseur wie ein Trainer, der mit seinem Wissen einen Sportler unterstützt. Aber das Ziel erreichen muss der Sportler selbst.

 

Wenn Sie wollen: In meiner Heilpraxis erhalten Sie ein unverbindliches und kostenfreies Vorgespräch. Termine können Sie unter 03381 - 32 82 0 82 oder 0176 - 56 23 23 58 vereinbaren.

 

Ich wünsche Ihnen ein selbstbestimmtes Leben!

Ihr Christian Berger

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0